Porträt

Dilo

Die im Unterallgäu ansässige DILO Armaturen und Anlagen GmbH beschäftigt rund 300 Mitarbeitende. Nach der Gründung 1951 erfolgte 1967 der Einstieg in das Geschäft mit Schwefelhexafluorid (SF⁶). Heute gilt der Mittelständler als Weltmarktführer beim SF⁶-Gashandling und bietet sowohl Seriengeräte als auch kundenspezifisch gefertigte Lösungen. Die Produktion ist geprägt von einer hohen Fertigungstiefe und vielen Möglichkeiten der Individualisierung. Aktuell hält DILO einen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb und setzt stark auf Qualität, Innovation und Zuverlässigkeit. In den vergangenen Jahren ist das Unternehmen konstant gewachsen. Neben der Montage der Geräte, Komponenten und Ventile sind eine eigene mechanische Bearbeitung, eine Blechfertigung sowie eine Schweißerei am Standort integriert. Mit der Inbetriebnahme einer eigenen Anlage zur Pulverbeschichtung wird seit 2019 die Wertschöpfungskette nahezu komplett abgedeckt.

Ausgangslage

Dilo Schweissarbeiten

Weltweit wird SF⁶ als Lösch- und Isoliergas in gekapselten Mittel- und Hochspannungsanlagen genutzt. Es vereint viele Vorteile, da es weder toxisch noch brennbar ist und keine karzinogenen, mutagenen oder fortpflanzungsgefährdenden (CRM-)Eigenschaften besitzt. Allerdings gilt es als das potenteste aller Treibhausgase. DILO hat deshalb mit dem hauseigenen „Zero Emission Concept“ einen technologischen Kreislauf definiert, in dem alle SF⁶-Prozesse mit hoher Zuverlässigkeit und vollständig emissionsfrei ablaufen. Aufgrund der Einstufung als Treibhausgas wird jedoch an einem alternativen Isoliergas für die Elektrotechnik geforscht. Die Ergebnisse dieser Forschung werden das DILO-Kerngeschäft stark beeinflussen.


Im Jahr 2011 übernahm Christian Scheller den Posten des Geschäftsführers bei DILO. Er stieß den Veränderungsprozess nicht aus wirtschaftlicher Not an – die Umsatz- und Ergebniszahlen waren und sind bis heute gut. Allerdings sollte das Unternehmen wandlungsfähiger werden, um auf disruptive Ereignisse besser reagieren zu können. Zudem bedingen immer individueller werdende Kundenwünsche mehr Flexibilität, die nötig ist, damit DILO die jetzigen Wettbewerbsvorteile behält.


„Wir begannen 2015 mit einem betrieblichen Vorschlagswesen,stellten aber schnell fest: Punktuelle Veränderungen reichen nicht aus. Immer wieder stießen wir auf Herausforderungen, die mit klassischen Methoden nicht zu lösen waren. DILO war traditionell ein hierarchisch geprägtes Unternehmen, deshalb mussten wir gezielt bei der Unternehmenskultur ansetzen.“

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