Process Mining & Robotic Process Automation (Teil 1)

Produktivität
März 31, 2022 | Akademie, Digitalisierung

Digitale Wertschöpfungsturbos für Ihre Unternehmensprozesse

Unser Arbeitsalltag wird von Tag zu Tag digitaler. Nicht erst seit der Coronapandemie wissen wir, dass noch viele Arbeitsschritte und -prozesse existieren, die optimiert werden können. Auf den ersten Blick hat man das Gefühl, „der Laden läuft“. Nach wie vor gibt es aber in zahlreichen Prozessen eklatante Schwachstellen, sie treten jedoch nicht unmittelbar zutage.

Die Digitalisierung verändert rasant, wie Organisationen Werte schaffen und wie sie miteinander konkurrieren.

Gartner Deutschland GmbH

Die Technologien Process Mining und Robotic Process Automation (RPA) unterstützen effizient und zielgerichtet das Vorantreiben von Digitalisierung und Automatisierung im Unternehmen. Sie bilden die Grundlage für einen erfolgreichen Wandel und helfen, Prozesse zu analysieren, zu verstehen, zu verbessern und, wo es möglich ist, zu automatisieren, um so letztendlich die Wertschöpfung zu erhöhen.

Wie funktioniert Process Mining?

Process Mining untersucht und analysiert die im Unternehmen vorhandenen Daten aus verschiedenen Systemen und ist in der Lage, Prozesse anschaulich darzustellen. Der Gesamtprozess wird dabei über Systemgrenzen hinweg analysiert, ausgewertet und in Dashboards gebündelt und dargestellt. Bottlenecks, Fehler und besonders häufig wiederkehrende Arbeitsschritte werden so sichtbar gemacht und erlauben Rückschlüsse auf Möglichkeiten zur Optimierung.

Gründe für die Anwendung von Process Mining

Optimierung und Standardisierung von bestehenden Prozessen.

Der Fokus wird auf die bessere Sichtbarkeit und Transparenz von Ist-Prozessen gelenkt. Process Mining bildet so die ideale Grundlage für eine (robotergestützte) Automatisierung.

Kontinuierliche Überprüfung und Optimierung

bereits durchgeführter Prozessoptimierungen und -automatisierungen über Dashboards.

Produktivität

Trotz schnell voranschreitender Digitalisierung und Automatisierung werden noch immer zu viele wertvolle Ressourcen auf das Abstimmen, Korrigieren und Übertragen von Prozessen verschwendet. Prozessineffizienzen (Execution Gaps) zählen zusammen mit Stress zu den größten Demotivatoren bei den Mitarbeitenden. Wird das Potenzial konsequenter Digitalisierung richtig genutzt und mit dem Thema (robotergestützter) Automatisierung adäquat umgegangen, ist der erste und wichtigste Schritt in Richtung „digitales Unternehmen“ bereits getan. Technologien sind dabei lediglich die Grundlage, um eine höhere Produktivität mit Nachhaltigkeit zu verbinden.

Auf dem Weg zum Unternehmen 4.0 wird so eine dynamische Optimierung aller Prozesse auf der Grundlage von Key Performance Indicators (u. a. Zeit, Qualität, Kosten) möglich. Effizienzsteigerungen von 50 bis 80 % können durch die standardisierte Logik von BPMN 2.0 (Business Process Model & Notation / Geschäftsprozessmodell und -notation) erzielt werden.

Wiederkehrende Abläufe und Prozesse werden auf ein definiertes Ziel hin ausgerichtet, modelliert und als optimaler Wertstrom aufgezeigt. Ein so modellierter Ablauf kann nun entweder zur Automatisierung von „Workflows“ genutzt oder durch eine Systemintegration als automatisierter Prozess eingesetzt werden.

Process Mining und Robotic Process Automation – die nachhaltige Kombination auf dem Weg in eine digitale Unternehmenszukunft

Bei einfachen, wiederkehrenden Prozessen ist das „next level“, der Einsatz von RPA (Robotic Process Automation) zur Autonomisierung, relativ einfach umzusetzen. Die mithilfe von Process Mining durchgeführte Digitalisierung der Unternehmensprozesse bildet die ideale Grundlage für den Einsatz von sogenannten Bots (Robotern), die einfache, wiederkehrende Arbeitsschritte übernehmen und so den Mitarbeitenden mehr Raum für wichtigere Aufgaben lassen.
In einfachen, schnellen Schritten wird das Unternehmen fit für das Zeitalter 4.0.

In jedem Fall lassen sich durch den Ausbau der Digitalisierung im Unternehmen Kosten reduzieren, Fehlerquoten minimieren und Abläufe optimieren – so bleibt den Mitarbeitenden mehr Zeit für die wichtigen und wesentlichen Aufgaben.

Autoren:

Dr. Christian Kubik
Senior Expert
STAUFEN.INOVA

Achim Schwichtenberg
Senior Manager
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