Den Zielkonflikt zwischen Ökonomie und Ökologie auflösen

STAUFEN MAGAZINE 2021 | No. 4 | Celonis | Input

Beim Process Mining wird in den datenströmen von Firmennetzwerken geschürft. Ziel ist es, ungenutzte Potenziale zu heben oder Verschwendung zu vermeiden. Das Softwareunternehmen Celonis nutzt diese Methode auch, um das Thema Nachhaltigkeit auf eine andere Ebene zu bringen. Mit seinem Execution Management System (EMS) hat Deutschlands einziges Decacorn ein „Röntgengerät für Unternehmen“ entwickelt, das Probleme identifiziert und dank KI auch Lösungsentwürfe bzw. Handlungsempfehlungen erstellt.

Nachhaltigkeit gewinnt in Unternehmen immer stärker an Bedeutung. Aber wie kann diese Bedeutung ermittelt und dann auch wahrheitsgetreu kommuniziert werden? Um einen genauen Überblick zu erhalten, müssen zahlreiche Kennzahlen (KPIs) gesammelt und ausgewertet werden. Diese KPIs umfassen die Bereiche Ökonomie, Soziales und Ökologie. Die meisten benötigten Kennzahlen sind in den IT-Systemen der Unternehmen bereits gespeichert, aber nicht sinnvoll verknüpft. Da setzt das Celonis EMS an: Es stellt den passenden Bezug der Daten zueinander her und kontextualisiert sie. Indem die digitalen Spuren in den IT-Systemen nachverfolgt und analysiert werden, kann das EMS dann die Prozesse mappen. Beispiel Einkaufssystem: Bei einer Purchase Order wird der gesamte Prozess nachverfolgt und aus den Audit Logs eine Prozessgrafik erstellt. Damit ist klar, wer was wann und warum gekauft hat – und wer danach die Order weiterbearbeitet hat.

Je nach Anwendungsfall werden dafür nicht nur die klassischen ökonomischen Faktoren untersucht. Auf Wunsch können auch Nachhaltigkeitsfaktoren herausgefiltert werden: Risk Mapping, Emissionen, soziale Standards etc. Sobald alle Daten zusammengetragen sind, kann die Nachhaltigkeit der Lieferkette bestimmt werden.

Die Datenauswertung fällt Unternehmen mit einem hohen digitalen Reifegrad leichter. Denn je mehr Informationen manuell zusammengetragen oder aus verschiedenen Quellen zusammengefügt werden müssen, desto schwieriger wird es.

„Die Menschheit hat große Fortschritte erzielt. Wir müssen jetzt sicherstellen, dass dieser Fortschritt nachhaltig ist und die Gesellschaft langfristig überleben kann. Drei Kernprobleme bedrohen unsere Welt: Erstens zerstören wir unseren Planeten, zweitens drohen soziale Unruhen, drittens muss mehr in Bildung investiert werden. Diese Herausforderungen inspirieren uns. Das ganze Team arbeitet für ‚Earth is our Future‘. Mit Celonis können wir unsere Plattform nutzen, um ein nachhaltigeres Modell für die Gesellschaft zu fördern und zu unterstützen. Wir können einen Beitrag liefern zur Lösung der größten Herausforderung der Menschheit.“

ALEXANDER RINKE
Mitgründer und Co-CEO
Celonis

DIE LIEFERKETTE EFFIZIENTER UND NACHHALTIGER MACHEN

Das Celonis EMS nutzt die vorhandenen Daten und kann den Produktionsprozess digital nachbilden. Ineffiziente bzw. nicht nachhaltige Faktoren können so schnell identifiziert und Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt werden. Auch kleinste Abweichungen vom geplanten Prozess werden frühzeitig erkannt.

Im Unterschied zu klassischen Transaktionssystemen verlinkt Celonis zwischen den Prozessen und bietet den kompletten Blick von den Rohmaterialien über die Logistik und die Produktion bis zur Lieferung. Das EMS gibt auf Wunsch auch intelligente Handlungsempfehlungen, bietet also hilfreiche Lösungen an. Es kann zum Beispiel selbstständig und proaktiv einen Zulieferer benachrichtigen und Empfehlungen geben, damit die Lieferkette effizienter und nachhaltiger funktioniert.

Das EMS bietet ein einheitliches User Interface über die gesamte Systemlandschaft hinweg. Häufig kommen zum Beispiel im Einkauf mehrere Legacy-Systeme zum Einsatz, die beim Anwender für Verwirrung sorgen. Statt zwischen verschiedenen Anwendungen hin- und herzuspringen, greift das Celonis EMS auf die in verschiedenen Systemen abgelegten Daten zu und ermöglicht die Nutzung über ein Programm.

Für die Unternehmen gewinnt Nachhaltigkeit an Bedeutung, auch weil Kunden und Investoren ihre Kauf- bzw. Investmententscheidungen zunehmend von Nachhaltigkeitsaspekten abhängig machen. Soziale Fragen und Umweltaspekte spiegeln die ganze Vielfalt der Nachhaltigkeit wider, aktuell steht jedoch die CO2- Reduzierung im Fokus. Doch je komplexer die Produktion mitsamt der angeschlossenen Lieferkette ist, desto schwieriger wird die Berechnung der Kohlenstoffdioxid-Emissionen.

„Unternehmen haben klare Nachhaltigkeitsziele definiert. Ökonomische und
ökologische Faktoren stehen dabei nicht in einem Zielkonflikt. Wenn wir uns um Abfallreduzierung und einen bewussten Umgang mit Ressourcen bemühen, dann tragen wir damit dem grundsätzlichen Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung, gleichzeitig führt dies zu Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen. Mit dem Celonis EMS helfen wir, die Erfolge messbarer und sichtbarer werden zu lassen.“

JANINA NAKLADAL
Global Director of Sustainability
Celonis

Celonis arbeitet mit globalen Unternehmen zusammen, um das Thema Nachhaltigkeit bei jedem schritt und in jedem Prozess zu priorisieren, damit sie durch messen, erkennen und handeln gerechter, verantwortlicher und erfolgreicher sein können.

NACHHALTIGKEITSZIELE GEMEINSAM MIT DEM KUNDEN ERREICHEN

Eine nach Nachhaltigkeitskriterien aufgestellte Supply Chain ist auch über die Emissionen hinaus für Unternehmen herausfordernd. Gemeinsam mit den Zulieferern muss entschieden werden, wie die Nachhaltigkeitsziele erreicht werden können und wie viel Transparenz dafür notwendig ist. Zu viel Kontrolle kann die sensiblen Unternehmensbeziehungen übermäßig strapazieren. Deshalb ist es wichtig, einen vertrauensvollen und unterstützenden Umgang untereinander zu fördern, damit auch andere Ziele erreicht werden, wie zum Beispiel Diversität.

Fehlende Standards oder eine unscharfe Definition erforderlicher Kennzahlen können die Arbeit allerdings erschweren und die Unternehmen in ihrem Elan bremsen. Dies hat möglicherweise zur Folge, dass Nachhaltigkeit zwar in der Strategie verankert ist, aber im operativen Tagesgeschäft vernachlässigt wird. Genau das gilt es zu verhindern. Denn der unternehmerische Fokus auf Nachhaltigkeit wirkt sich in der Regel auch ökonomisch positiv aus.

Werden Aspekte wie Kunden- oder Mitarbeiterzufriedenheit in die Geschäftsstrategie einbezogen und ein bewusster Umgang mit Ressourcen umgesetzt, trägt dies nicht nur dem Nachhaltigkeitsgedanken Rechnung, sondern kann gleichzeitig zu Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen führen. Welche Möglichkeiten sich ergeben, wird aber erst dann ersichtlich, wenn die gesamte Prozesskette analysiert werden kann. Celonis möchte mit seiner Software aufzeigen, dass ökonomische und ökologische Faktoren nicht in einem Zielkonflikt stehen.

„In vielen Fällen ist die ökonomisch gefällte Einzelentscheidung auch die
nachhaltigere Variante. Das ist bei der Vermeidung von Verschwendung oder
der idealen Transportroute offensichtlich. Häufig wird der Vorteil jedoch erst dann ersichtlich, wenn die gesamte Prozesskette beleuchtet wird, weil zum Beispiel CO2-Zertifikate eingespart werden. Nachhaltigkeit darf aber nicht allein auf ökologische Aspekte reduziert werden. Auch die sozialen Fragen müssen geklärt werden, wie zum Beispiel Diversity und Governance.“

FINJA BUTTERON
Ecosystem Sustainability Lead
Celonis

UNSERE VISION

Bei Celonis sehen wir die Erde als unseren gemeinsamen Interessenvertreter. Wir sind der Meinung, dass Prozesse ein einzigartiges Potenzial haben, um Verschwendung und Ineffizienz zu reduzieren und Risiken zu mindern, damit wir der Erde und der Gesellschaft Zeit, Geld und Mühe zurückgeben können.

Gemeinsam mit seiner Community globaler Unternehmensleitungen arbeitet Celonis daran, die nachhaltige Umsetzung für das Erreichen der anspruchsvollsten Ziele in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) zu gewährleisten. Unternehmen, die das Thema Nachhaltigkeit bei jedem Schritt und in jedem Prozess priorisieren, können durch Messen, Erkennen und Handeln gerechter, verantwortlicher und erfolgreicher sein.

CELONIS + STAUFEN

Das Softwareunternehmen Celonis ist in diesem Jahr zu einem engen Kooperationspartner der Staufen AG geworden. Frank Krüger, Senior Partner bei Staufen, hält die symbiotische Zusammenarbeit für zukunftsweisend. „Durch die Nutzung unseres Beratungs-Know-hows, kombiniert mit den Technologien des Marktführers Celonis, sind wir nun in der Lage, noch schneller Problemlösungen zu erarbeiten und Prozesse proaktiv zu steuern. Wir nutzen die Celonis-Technologien dabei in der Analyse und implementieren die Lösungen bei unseren Kunden zur nachhaltigen Prozessverbesserung.“

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