„Das richtige Gespür für Innovation“

STAUFEN MAGAZINE 2021 | No. 4 | Autec | Inspiration

ODER WIE AUTEC ZU EINEM DER WELTWEIT FÜHRENDEN HERSTELLER VON FUNKFERNSTEUERUNGEN WURDE. ODER WIE AUTEC ZU EINEM DER WELTWEIT FÜHRENDEN HERSTELLER VON FUNKFERNSTEUERUNGEN WURDE.

ANTONIO SILVESTRI
Geschäftsführer
AUTEC S.r.l.
SPEZIALTRANSPORT
AGV funkgesteuert von Autec Systems

Das italienische Unternehmen AUTEC mit Sitz in Caldogno (Vicenza) hat im technisch herausfordernden Sektor der Funkfernsteuerungen mit Sicherheitsfunktionen seine Führungsrolle im globalen Markt schrittweise ausgebaut. Seit seiner Gründung im Jahr 1986 war AUTEC zusammen mit dem Arbeitsministerium und dem Ministerium für Telekommunikation Wegbereiter im Bereich Normgebung bei Fernfunksystemen. Konkret ging es darum, Standards zur sicheren Einführung der ersten Fernfunksysteme für mobile oder ortsgebundene Maschinen festzulegen und die dazu erforderlichen Genehmigungen einzuholen. Das erste italienische Gesetz dazu wurde Ende der 80er-Jahre erlassen und war europaweit Vorreiter auf diesem Gebiet. Es definierte die technischen Anforderungen und legte Einsatz und Handhabung von industriellen Funkfernsteuerungen fest. „Wir waren die Vorläufer in einem Geschäftsbereich, der bis zu diesem Zeitpunkt keinem Regelwerk unterlag, und haben zu seiner Anerkennung und Regulierung beigetragen“, sagt Antonio Silvestri, Geschäftsführer von AUTEC. „Dank dieser Innovation haben zahlreiche Arbeitsanwendungen durch den Einsatz von Fernsteuerungsapparaten große Vorteile in puncto Sicherheit und Produktivität erzielt.“

Bis heute setzt das Unternehmen auf eine zweigleisige Verfahrensweise: einerseits die Bemühung um die rechtlichen Normen und andererseits die Entwicklung von technisch immer ausgereifter werdenden Produkten. „AUTEC“, so bestätigt Ingenieur Silvestri, „hat sich stets aktiv an der Festlegung der rechtlichen Normen des Sektors beteiligt.”

„Mit der Unterstützung der Berater von Staufen haben wir eine Lean Transformation eingeleitet. Wir haben großes Augenmerk auf die optimale Handhabung der Kommunikation zwischen den verschiedenen Funktionsbereichen und den verschiedenen hierarchischen Ebenen gelegt (…).“

Die Funkfernsteuerungen zeichnen sich durch eine Vielzahl von Anwendungen im Bauwesen, in der Industrie, im Materialumschlag sowie in der Intralogistik aus. Ihr Einsatz wurde in den 80er-Jahren erforderlich, um die Tätigkeiten verschiedener Personen effizienter zu koordinieren und Unfälle auszuschließen. „Die Funkfernsteuerungen“, betont Antonio Silvestri, „haben von Anfang an verschiedene Vorteile gebracht, sowohl im Hinblick auf die Produktivität, da ein einziger Apparat alle Funktionen übernahm, die vormals von mehreren Personen gemeinsam ausgeführt wurden, als auch in Bezug auf die Sicherheit, da es so möglich war, von einer weniger gefährlichen Position aus zu arbeiten. Im Laufe der Jahre wurden die Funkfernsteuerungen weiterentwickelt und übernahmen zahlreiche neue Funktionen: Heute arbeiten wir beispielsweise an einer sehr breiten Palette von Anwendungen, ausgehend von einfachen Vorrichtungen für kleine Kettenfahrzeuge für den Vegetationsschnitt bis zu Systemen zur Steuerung von Maschinen für außergewöhnliche Transporte wie beispielsweise die Trägerraketen der NASA. Unsere Funkfernsteuerungen müssen Fahrzeuge unter riskanten Bedingungen an Land, in der Luft und im Wasser bewegen, oder solche, die gefährliche Lasten oder Materialien wie Sprengstoffe oder leicht brennbare Stoffe transportieren.”

Der Erfolg von AUTEC basiert sowohl auf der Produktqualität als auch auf der Kompetenz der Mitarbeitenden und der angebotenen Dienstleistungen. „Einer der Aspekte, die wir perfektioniert haben“, erläutert Antonio Silvestri, „ist die Produktentwicklungs- und Auslieferungsgeschwindigkeit. Mit der Unterstützung der Berater von Staufen haben wir eine Lean Transformation eingeleitet. Wir haben großes Augenmerk auf die optimale Handhabung der Kommunikation zwischen den verschiedenen Funktionsbereichen und den verschiedenen hierarchischen Ebenen gelegt und dabei versucht, allen Mitarbeitenden Verantwortung zu übertragen. Mithilfe von Shopfloor Management haben wir die Kommunikation in der Produktion verändert. Durch unsere kurzzyklischen Regelkommunikationen können Abweichungen schneller behoben werden. Mitarbeitende werden dazu angeregt, auftretende Probleme auf konstruktive Art und Weise zu lösen, wodurch ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Beteiligung gefördert werden.“

Des Weiteren wurde AUTEC im Bereich Lean Product Development (LPD) tätig und konnte die Verteilung der Ressourcen auf die verschiedenen Schritte der Produktplanung optimieren. Das Shopfloor Management visualisiert an Anzeigetafeln Leistungskennzahlen, Fortschritte der Aktivitäten, die Verteilung der Ressourcen, Prioritäten, den Aktionsplan etc. „Eine unserer Stärken“, betont Antonio Silvestri, „ist die Tatsache, dass wir unsere Produkte in vollem Umfang planen, wodurch wir voll und ganz autonom sind und genauestens
die Anforderungen der Kunden befriedigen können, ohne auf andere Instrumente, die für andere Funktionalitäten vorgesehen sind, zurückgreifen zu müssen. Auf diese Weise erlangen wir die volle Kontrolle über die Entwicklung der verschiedenen Prozesse: vom Auftragseingang über die Herstellung der einzelnen Komponenten bis zur Auslieferung und zum Kundendienst.

Wir investieren weiterhin in unsere weltweiten Standorte, um den Kunden sofortige Lösungen anbieten zu können und die Verfügbarkeit der in unserem Werk hergestellten Produkte und Komponenten zu gewährleisten.”

Heute stellt AUTEC neben „einfachen“ kabellosen Steuerungen auch kompliziertere Vorrichtungen her, die es dem Bedienungspersonal nicht nur gestatten, Maschinen von der Ferne aus zu steuern, sondern auch alles, was im Umfeld der Maschine geschieht, zu kontrollieren und zu überwachen. Die bald auf den Markt kommende neue Generation von Funkfernsteuerungen stellt Nutzern ein VideoBedienfeld zur Verfügung, mit dem sie Grafiken und Präsentationen auswerten oder in sicherer Umgebung die mit den Maschinen verbundenen Kameras überwachen können.

AUTEC schaut daher mit großem Optimismus in die Zukunft. „In unserem Sektor“, meint Antonio Silvestri, „ist der technologische Fortschritt sehr wichtig. Deshalb arbeiten wir sowohl an der gleichzeitigen Verwaltung von mehreren Signalarten als auch an der verbesserten Einbindung der Funkfernsteuerungen in das Datenverarbeitungsnetz, der Sensorik und der Maschinendiagnose. Unsere Systeme entwickeln sich immer mehr zu kompletten ‚Cockpits’ für eine gesamtheitliche Steuerung der Maschine, mit dem Vorteil gegenüber ortsfesten Geräten, dass selbst unter widrigsten Arbeitsbedingungen stets ein optimales und sicheres Fernsteuern
möglich ist. Durch die Zusammenarbeit mit den Maschinenherstellern können wir ein ständig steigendes Maß an Produktivität und Sicherheit garantieren.”

„Mitarbeitende werden dazu angeregt, auftretende Probleme auf konstruktive
Art und Weise zu lösen, wodurch ihr Verantwortungsbewusstsein und ihre Beteiligung gefördert werden.“

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