Staufen magazine 2025 Marcopolo Operational Excellence, Operational Excellence

Heute die Mobilität von morgen gestalten

Von Brasilien in die Welt: Marcopolo setzt neue Standards für nachhaltigen und vernetzten öffentlichen Transport
Mitarbeitende16.000+
MRD. € UMSATZ1,47
HEADQUARTERBrasilien

Die Transformation der öffentlichen Mobilität in Brasilien und dem Rest der Welt erfordert nachhaltige, intelligente und skalierbare Lösungen. Möglich wird dies durch operative Exzellenz als Grundlage für Innovation. Als führender Hersteller von Buskarosserien und Gesamtkombinationen in Lateinamerika befindet sich Marcopolo in einem fortlaufenden Prozess der Transformation. Wichtigste Kriterien hierfür sind Lean-Prinzipien, Digitalisierung und eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung.

Dieser Prozess begann im Jahr 1986, als der Unternehmensgründer Paulo Bellini nach Japan reiste, um nach Methoden operativer Exzellenz Ausschau zu halten. Das Ergebnis war der Aufbau des solidarischen Produktionssystems von Marcopolo (Marcopolo Solidary Production System – SIMPS). Damit war der Grundstein für das industrielle Managementmodell des Unternehmens gelegt. Ein weiterer Schritt in Richtung Lean-Entwicklung folgte 2016, als Marcopolo eine Partnerschaft mit Staufen, part of Accenture einging – eine Zusammenarbeit, die nach wie vor Werte generiert.

In KürzeDurch die Kombination einer tiefgreifenden, auf Lean basierenden Transformation mit ausgeprägtem Führungsengagement und internationaler Reichweite ebnet Marcopolo den Weg für eine nachhaltige, vernetzte öffentliche Mobilität.

Operative Exzellenz als Plattform für nachhaltige Innovation

Die Wiederbelebung von SIMPS ging mit modernen Lean-Manufacturing-Praktiken und visuellen Shopfloor-Management-Systemen einher. Mit einem starken Fokus auf Abfallvermeidung, Einführung von 5S, Wertstromanalysen und Förderung kontinuierlicher Kaizen-Zyklen stabilisierte Marcopolo die Betriebsabläufe und verbesserte die Produktivität.

„Zusammen mit Marcopolo haben wir eine konsistente und disziplinierte Journey aus einer Kombination von Methodik, Führungsbeteiligung und kontinuierlicher Verbesserung erarbeitet, um den Wettbewerbsvorsprung zu sichern und den Betrieb auf künftige Mobilitätsherausforderungen vorzubereiten“,
sagt Dario Spinola, Managing Director bei Staufen Brazil.

Allein im Jahr 2024 wurden mehr als 848 Go&See-Aktivitäten durchgeführt, um das Konzept der Perfect Workstation (PWS) zu stärken und die Abläufe zu optimieren.
Die Ergebnisse sprechen für sich: Im 1. Quartal 2024 verzeichnete Marcopolo einen Nettoumsatz von 2,3 Milliarden BRL – eine Steigerung von 19 %, davon wurden etwa 40 % in internationalen Märkten generiert – und einen Nettogewinn von 163,9 Millionen BRL. Dies war das beste Quartalsergebnis in der Geschichte des Unternehmens.

Laut Julio Igansi, Industrial Operations Director bei Marcopolo, ist ein strukturiertes Management der Schlüssel zum Erfolg:

Wahre operative Exzellenz hört nicht bei Zahlen auf. Sie transformiert die Kultur, befähigt die Mitarbeitenden und bildet die Grundlage für nachhaltige Innovation
Julio Igansi
Industrial Operations Director, Marcopolo
Julio Iganzi

Nachhaltigkeit: Von der Fertigung bis zum Endprodukt

Betriebliche Konsistenz bildet die Grundlage für das wachsende Engagement von Marcopolo in puncto Nachhaltigkeit. Sie zieht sich durch das gesamte Unternehmen – von der Emissionsreduzierung im Fertigungsbereich über die Verwendung wiederverwertbarer Materialien bis zu Initiativen in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung.

Das Unternehmen hat sein Produktportfolio an Elektrofahrzeugen und -bussen außerdem um Fahrzeuge erweitert, die mit alternativen Kraftstoffen wie Biodiesel und Wasserstoff betrieben werden und in über 140 Ländern im Einsatz sind.

Effizienz und Konnektivität für die Zukunft der Mobilität

Marcopolo setzt weiterhin auf die Integration eingebetteter Technologien wie vernetzte Busse, Echtzeit-Flottenmanagement und Lösungen für den Betrieb von Elektroflotten über Leasingmodelle.

Initiativen dieser Art stärken die Rolle von Marcopolo als strategischer Partner von Regierungen und privaten Betreibern bei ihren Bemühungen um die Modernisierung öffentlicher Verkehrssysteme.

Die Rolle der Führung beim Aufbau einer Kultur der kontinuierlichen Verbesserung

Jenseits von Prozessen und Indikatoren macht der von der Führung vorangetriebene kulturelle Wandel den entscheidenden strategischen Unterschied.
„Ohne echte Beteiligung der Mitarbeitenden ist keine Strategie von Dauer. Kontinuierliche Verbesserung beginnt in der Fabrik bei den Personen, die den Betrieb aus erster Hand kennen. Unsere Mitarbeitenden sind die Grundlage unserer Wettbewerbsfähigkeit“, betont Igansi.

Programme wie SUMAM (Vorschläge für Verbesserungen im Umfeld von Marcopolo) führten allein im Jahr 2024 zu fast 18.000 umgesetzten Verbesserungen. Das auf der Basis von SQDC (Safety, Quality, Delivery, and Cost) agierende Management setzt operative Weltklasse-Standards.

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Wie geht es weiter?

Mit der Unterstützung von Staufen steuert die Lean Journey von Marcopolo weitere Meilensteine an. Nach wie vor liegt der Fokus auf der Stabilisierung kritischer Prozesse, der Reduzierung von Vorlaufzeiten, der Verbesserung der Produktionseffizienz und der Ausweitung der Digitalisierung im Unternehmen.

Einer dieser Meilensteine ist das Projekt „Wettbewerbsfähigkeit“ zur Intensivierung der Lean Transformation im Unternehmen. So sollen die Prinzipien von Conexão Marcopolo integriert werden – einem internen Programm zur Förderung der betrieblichen Ausrichtung auf Exzellenz und Nachhaltigkeit sowie einer Kultur, die dieses stützt. Das Projekt startete in den beiden Produktionslinien Endmontage und Schweißen im Industriekomplex Ana Rech in Südbrasilien. Es wird demnächst auf andere Fertigungsstandorte ausgeweitet.

„Erste Ergebnisse sind Verbesserungen durch 5S, eine erhöhte Sicherheit, eine bessere Qualität, die Optimierung der Arbeitsabläufe, überarbeitete visuelle Managementtafeln und logistische Anpassungen. Das Engagement der Mitarbeitenden hat wesentlich zur Kontinuität und Weiterentwicklung dieser Initiativen beigetragen“, bemerkt Daniel Giacomelli, Operational Excellence Manager. Die Produktionsteams sehen Änderungen bei der Arbeitsplatzorganisation und der Versorgung der Produktionslinien und werden zur aktiven Teilnahme an den Verbesserungsmaßnahmen ermutigt. Im Support spielen die Teams in den Bereichen Planung, Logistik, Qualität und Technik eine wichtige Rolle bei der Verstetigung und Skalierung der Verbesserungen.

Giacomelli betont: „Effizienz wird unter anderem durch geteilte Verantwortung erreicht. Das Projekt ‚Wettbewerbsfähigkeit‘ zielt auf indirekte Verbesserungen in vielen Geschäftsbereichen ab. Die Mitarbeitenden sollen sich mit Vorschlägen und Feedback aktiv einbringen und neue betriebliche Standards konsequent, diszipliniert und engagiert umsetzen.“

Einmal mehr positioniert sich Marcopolo als treibende Kraft bei der globalen Transformation der öffentlichen Mobilität, deren wichtigste Grundlage die operative Exzellenz ist. Die kontinuierliche Journey gewährleistet nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit auf der internationalen Bühne, sondern positioniert das Unternehmen auch als Referenzmodell für den Automobil- und Mobilitätssektor in Brasilien und darüber hinaus.
„Dieses neue Kapitel bei Marcopolo unterstreicht, wie wichtig ein strukturiertes, vernetztes und agiles industrielles Managementmodell ist, das rasch auf die Anforderungen einer sich rapide entwickelnden Branche reagieren kann“, lautet das Fazit von Dario Spinola.

Über Marcopolo

Mit mehr als 16.000 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von rund 1,47 Milliarden Euro im Jahr 2024 ist Marcopolo der größte Hersteller von Buskarosserien in Lateinamerika und einer der globalen Top-Akteure. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Brasilien betreibt mehrere Produktionsstätten auf fünf Kontinenten und versorgt mehr als 140 Länder mit nachhaltigen, vernetzten Mobilitätslösungen.

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