Gemba trifft Samba: 20 Jahre Erfahrung in Brasilien

STAUFEN MAGAZINE 2021 | No. 4 | Staufen Brasil | Input

VOR 20 JAHREN WURDE UNSERE BRASILIANISCHE TOCHTERGESELLSCHAFT STAUFEN TAKTICA GEGRÜNDET, DIE HEUTE DEN NAMEN STAUFEN BRAZIL TRÄGT. WIR SPRACHEN MIT DÁRIO SPINOLA, MANAGING DIRECTOR VON STAUFEN BRAZIL, ÜBER DIE GRÖSSTEN HERAUSFORDERUNGEN DER LETZTEN 20 JAHRE UND DIE ANSTEHENDEN PLÄNE FÜR DIE NAHE ZUKUNFT.

Herr Spinola, wie sah der Markt in Brasilien vor 20 Jahren aus?

Vor 20 Jahren boomte der Markt nach einer Rezession. Viele internationale
Unternehmen investierten in Brasilien. Mein Partner Paulo Lima und ich waren der Meinung, dass viele Unternehmen erst die richtigen Prozesse einführen mussten. Das Thema Lean war ebenfalls neu. Es bezog sich eher auf die Anwendung japanischer Prinzipien und Methoden in den Produktionsstätten.

Wie sieht es heute aus?

Vor allem in der Automobil- und Maschinenbaubranche ist noch viel Potenzial vorhanden, was für die kommenden Jahre vielversprechend ist. Die wichtigste Frage, die wir uns stellen müssen, wird jedoch sein: Was können wir tun, um effizient zu wachsen? Derzeit ist die Agrar- und Lebensmittelindustrie sehr stark, Brasilien ist ein großes Land. Um mit der weltweiten Nachfrage Schritt zu halten, werden vor allem Agrargüter für den Verzehr angebaut. Brasilien ist auch ein rohstoffreiches Land. Wir haben viele Bergbaureserven, insbesondere Erze für die Gewinnung von Stahl und Eisen.

Wo sehen Sie in Brasilien die größten Optimierungspotenziale?

Brasilien ist ein sehr großes Land. Wir haben mindestens zehnmal mehr
Landfläche als Deutschland. Daher liegt das größte Potenzial in den Bereichen Transport und Logistik, also in der Art und Weise, wie Produkte transportiert werden können. In vielen Unternehmen macht die Logistik rund 8 bis 12 Prozent der Gesamtkosten eines Produkts aus. Transport ist eine teure Verschwendung.

Wenn Sie in die Zukunft blicken, was erwarten Sie in den nächsten
Jahren für Brasilien?

Wie überall auf der Welt treiben die Unternehmen auch in Brasilien die Digitalisierung voran. Ich rechne mit einer stärkeren Akzeptanz von kollaborativen Tools in den Bereichen Data Science, Process Mining, Automatisierung sowie bei mobilen Geräten. Wir als Transformationsberater glauben, dass es wichtig ist, zunächst Stabilität zu schaffen, egal mit welchem Prozess man arbeitet. Man muss die Verschwendung beenden und den Prozess standardisieren. Danach kommt die Digitalisierung.

DÁRIO SPINOLA
Managing Director
STAUFEN.Táktica

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