Aerzener Maschinenfabrik

Referenzprojekte

Luft holen.

Lean Transformation bei der Aerzener Maschinenfabrik.

Seit 150 Jahren produziert die Aerzener Maschinenfabrik Anlagen zur Verdichtung von Gasen. Solche Anlagen werden seit Jahrzehnten weltweit eingesetzt, beispielsweise in Förderanlagen, bei der Belüftung von Klärbecken oder für die Aufbereitung des Trinkwassers auf Kreuzfahrtschiffen.

 

Das Familienunternehmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern ist einer der Weltmarktführer der Branche. Doch nach fünfzehn Jahren starken internationalen Wachstums sah die Firmenleitung sich nicht mehr für die Zukunft gerüstet. Die steigende Komplexität in der Abwicklung der Aufträge führte zu massiven Problemen, beispielsweise bei der Einhaltung von Lieferterminen. Um den hohen Ansprüchen an Qualität und Liefertermintreue weiterhin gerecht zu werden, mussten grundlegende Veränderungen her.

An Mut zur Weiterentwicklung mangelte es dem Unternehmen noch nie. 2014 begann Aerzener daher mit Staufen einen Prozess, bei dem das Unternehmen in all seinen Strukturen komplett neu aufgestellt wurde. Nicht nur durch neue und effiziente Arbeitsabläufe, sondern auch durch einen umfassenden Change-Prozess, der die Führungskultur und alle Mitarbeiter einschloss. Und zwar nach dem Staufen-Prinzip: Sehen. Lernen. Handeln. Leben.

Auf BestPractice Besuchen bei Unternehmen wie Voith und MTU Aero Engines „sahen“ die Aerzener-Mitarbeiter, wie man Lean erfolgreich in der Praxis umsetzt. Daraufhin „lernten“ mehr als 100 Führungskräfte die neue Managementmethodik.

Zudem erfolgte die Ausbildung von Lean Trainern, die das Wissen in den gesamten Betrieb trugen. Zur Umsetzung dieses Wissens in die Praxis startete Aerzener in der Sparte „kundenindividuell modifizierte Aggregate“ zeitgleich mehrere Leuchtturm-Projekte. So gelang es, sämtliche Abwicklungsprozesse aufeinander abzustimmen und auf den Kundentakt auszurichten. Mithilfe von Shopfloor Management entlang des gesamten Produktwertstroms wurde schließlich die Kommunikation optimiert, um Probleme schneller erkennen und nachhaltig lösen zu können – das System begann zu „leben“.

Schon in den ersten Pilotprojekten wurden die Lieferprobleme drastisch reduziert. Die Durchlaufzeit sank nach Einführung von Lean um ein Drittel, die Zahl der technischen Störungen konnte um 70 % verringert werden und die Gesamtproduktivität in den Pilotbereichen erhöhte sich um 20 %. Die Aerzener Maschinenfabrik kann heute mit gleichem Personalaufwand deutlich mehr Aufträge erfolgreich erfüllen und sichert so ihre Wachstumsfähigkeit auf dem Weltmarkt. Ein weiterer Erfolg: Die Mitarbeiter sind nun viel offener in der Kommunikation und haben großes Vertrauen in die Problemlösungsfähigkeit ihrer Führungskräfte und ihres Unternehmens. Der Mut des Unternehmens hat sich einmal mehr bezahlt gemacht.

Klaus-Hasso Heller, Geschäftsführender Gesellschafter, Aerzener Maschinenfabrik GmbH

Die Geschäftsführung ist der Treiber einer solchen Transformation. Sie muss Führungskräfte und Mitarbeiter für ein solches Projekt begeistern. Und auf vielen Wegen erläutern: Was ist der Sinn von Lean und warum machen wir das?

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