
Heijunka -
Glätten und Nivellieren der Produktion
Produktionsplanung in schlanken Wertschöpfungsystemen
Für Fach- und Führungskräfte aus Fertigung und Montage, Produktionsplanung, -steuerung, -logistik, Arbeitsvorbereitung und Prozessoptimierung
04.-05.10.2012
Köngen (Anfahrt und Hotelempfehlungen)
Warum dieses Seminar
Seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts orientiert sich ein großer Teil der Produktionsplanungspraxis an der Methodik des MRP (Material Requirements Planning) und den daraus weiterentwickelten Systemen des ERP und ERP II bis hin zu Advanced Planning Systemen, wie sie z.B. in SAPAPO realisiert sind. Parallel dazu wurden für schlanke Produktionssysteme Planungsverfahren entwickelt, die ebenfalls mit einer größeren Zahl von Produktvarianten umgehen können und gleichzeitig zu großer Transparenz und damit einer laufenden Verbesserung der Prozesse beitragen können.
In diesem Workshop lernen Sie in Theorie und im gemeinschaftlichen Experiment, wie solche Systeme funktionieren und wie man sie aufbaut.
Nutzen für Ihre Arbeit, was Sie lernen und mitnehmen
- Grenzen der klassischen Produktionsplanungssysteme erkennen
- Glätten und Nivellieren der Produktion – Einführung von Heijunka
- Verschwendung in der Produktion durch geglättete Einlastung von Aufträgen reduzieren
- Heijunka als eine Toyota-Erfolgsmethode verstehen und anwenden
Programminhalte
1. Tag:
Theoretische Grundlagen
> Die geglättete Einlastung von Aufträgen erzeugt geringste Verschwendung – Unregelmäßige Abläufe erzeugen Verschwendung.
> Die Produktion erfolgt im selben Intervall wie der Verkauf.
– Regelmäßige und verschwendungsfreie Abläufe setzen die nivellierte Einlastung von Bedarfsmengen voraus (jap.: Heijunka).
– Durch „Glätten“ wird die Tagesmenge in weitere Teilmengen zerlegt.
– Die Periode zur Herstellung aller Varianten, welche auf derselben Maschine produziert werden, heißt EPEI (Every Part Every Interval).
> Ein definiertes Grundmuster für die Reihenfolge der Fertigungsaufträge gibt vor, wann welche Variante in welcher Stückzahl gefertigt wird.
> Durch Glättung werden die verschiedenen Prozessstationen miteinander synchronisiert.
Übungsbeispiel zur Berechnung des EPEI
2. Tag:
Aufbau eines mehrstufigen Fertigungssystems mit geglätteter Fertigung
> Runde 1: Simulation einer Push-Produktion
> Wertstromdesign möglicher Lösungen
> Runde 2: Implementierung einer Pull-Produktion
> Bestimmung des Schrittmacherprozesses
> Berechnung des EPEI-Wertes
> Festlegung eines Grundmusters
> Runde 3: Einführung der geglätteten Produktion
> Gemeinsame Reflektion des Erfahrenen und Gelernten
Methodik
Die Vermittlung der theoretischen Grundlagen von Heijunka wird durch die Durchführung von Plan- und Fallbeispielen im Team ergänzt. Anhand von Erfahrungsaustausch, Praxisbeispielen und der Erläuterung des theoretischen Hintergrundes, verstehen die Teilnehmer Herausforderungen und Chancen dieser Lean-Methode.
Teilnehmerstimmen
„Übung/Simulation mit einfachen Mitteln, aber mit weitreichendem Erkenntnisgewinn.“
Jens Herion, Leiter Logistik, DDD Dräxlmaier Decorative Design GmbH & Co. KG
„Die praktische Darstellung von Fallbeispielen hat die Probleme und das Potenzial gut verdeutlicht.“
Jürgen Kurz, MOVE-Trainer, Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG
„Motivation und Know-how des Trainers, hohe Kompetenz, Einstellen auf Unternehmensprobleme sofort möglich, … sehr gelungene Veranstaltung!“
Stephan Bart, Projektleiter, BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
„Praxisnah, bildliche Darstellung, der Inhalt wird sehr transparent und durchgängig dargestellt.“
Jürgen Rieger, Leiter Auftragszentrum, Voith Turbo GmbH & Co. KG
